Strom sparen durch abschalten

Durch das abschalten elektrischer Geräte, die unnötig laufen, lässt sich sehr viel Strom sparen. Im einfachsten Fall geschieht das mit Hilfe eines Schalters. Es gibt aber noch viel mehr Möglichkeiten, die elektrischen Verbraucher, manuell oder auch automatisch auszuschalten. Eine andere Variante ist es, die Geräte nur bei Bedarf automatisch einzuschalten. Hierfür gibt es die unterschiedlichsten Hilfsmittel.

Manuelle und automatische Stromschalter

Manuelle Schalter sind zum Beispiel die klassischen Lichtschalter. Aber auch in allen möglichen elektrischen Geräten sind Schalter eingebaut. Hierbei unterscheidet man Schalter, die das Gerät komplett stromfrei schaltet, sowie Standby-Schalter. Im Standby wird aber immer noch etwas Strom verbraucht. Automatische Schalter, werden durch Uhrzeit, Betriebsdauer, Bewegung, Temperatur, Helligkeit und so weiter gesteuert.

Schalter und Steckdosenleiste

Der Klassiker unter den Schaltern ist der normale Lichtschalter, so wie er in jedem Wohnraum mehrfach verbaut ist. Aber auch in allen möglichen Elektrogeräten sind Ein- Ausschalter verbaut. Die mechanischen Schalter trennen das Gerät meist komplett vom Netz. Manche gehen aber auch in den Standby-Betrieb, wobei immer noch etwas Strom verbraucht wird. Bei älteren Geräten können das auch schon mal 5 bis 15 Watt sein. Dieser unnötige Stromverbrauch kann sich im Jahr auf 100 kWh aufsummieren.

Geräte mit hohen Standby-Verbrauch schaltet man am besten über Steckdosenleiste oder Schaltsteckdose ab. Bei Steckdosenleisten mit Schalter kann man mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten. Das bietet sich zum Beispiel bei Fernseher mit externen Receiver an. Für Einzelgeräte gibt es Schaltersteckdosen, die zwischen Steckdose und Anschlusskabel kommen.

Master-Slave Steckdosenleiste

Einen Sonderfall stellt die Steckdosenleiste mit Master-Slave Funktion dar. Hier wird das Hauptgerät, zum Beispiel ein Desktop-PC als Master eingesteckt. Wird eine bestimmte Leistungsaufnahme unterschritten (PC wird abgeschaltet), werden alle anderen angeschlossenen Geräte (Slave) auch abgeschaltet. Die zu unterschreitende Leistungsaufnahme kann meist eingestellt werden. Deshalb funktioniert das Ganze auch mit Geräten die nicht ganz abschalten, sondern nur in den Standby gehen.

Funkschalter für den nachträglichen Einbau

Mittlerweile gibt es auch Funkschalter, die einfach an die Wand, Türrahmen oder Möbel geklebt werden. Das spart die Verkabelung ein, ein großer Vorteil bei nachträglichem Einbau. So müssen keine Schlitze in die Wand zum neuen Schalter geschlagen werden. Auch eine unschöne Aufputzverkabelung bleibt einem dann erspart. Die Schalter senden bei Betätigung ein Funksignal zu einen Empfänger. Dieser wird in die Verteilerdose, oder Lampendose eingebaut. Der Empfänger schaltet die Lampe ein und aus. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mehrere Schalter auf einen Empfänger einstellen kann. Bei manuellen Schaltern müsste man Wechselschalter, oder Kreuzschalter verwenden. Diese benötigen aber Stromkabel mit mehreren Schaltdrähten, die nicht immer in der Wand liegen.

Bewegungsmelder sparen Strom

Ein Beispiel, bei dem das Licht bei Bedarf eingeschaltet wird. Häufig sind solche Bewegungsmelder am Hauseingang angebracht. Kommt eine Person in die Nähe, wird das Licht eingeschaltet. So brennt die Eingangsbeleuchtung nur, wenn sie wirklich gebraucht wird. Eingesetzt werden die Bewegungsmelder aber auch in Tiefgaragen, Fluren, Gärten und so weiter. Auch bei Türöffnern, Alarmanlagen oder Überwachungskameras finden sie Verwendung. Von der technischen Seite unterscheidet man zwischen passiven Infrarot- oder Fotozellen-Bewegungsmeldern, sowie Hochfrequenz-Bewegungsmelder. Während die passiven Melder freie Sicht benötigen, funktionieren die hochfrequenten Systeme teils sogar durch Wände und Türen. Die Bewegungsmelder sind meist noch mit einem Helligkeitssensor ausgestattet. Es wäre ja unsinnig die Lampe einzuschalten, wenn es hell ist.

Timer und Zeitschaltuhren

* Timersteckdose
Timer

Eine weitere Möglichkeit Geräte abzuschalten ist eine Zeitsteuerung. Bei einem Timer kann man einstellen, wie lange das Gerät in Betrieb sein soll. Wir haben zum Beispiel unsere Infrarot-Spiegelheizung an einen Timer angeschlossen. Wir lassen diese Heizung für 15 Minuten laufen, dann schaltet sie automatisch ab. So kann es nicht passieren, dass man vergisst die Heizung abzuschalten. Das könnte zu hohen Stromkosten führen.

Mit Zeitschaltuhren hingegen, kann man elektrische Geräte zu festgelegten Uhrzeiten, ein- beziehungsweise ausschalten. Ein Anwendungsbeispiel ist die Weihnachtsbeleuchtung am Haus. Auch wenn man nicht zu Hause ist, wird die Beleuchtung zu den gewünschten Zeiten eingeschaltet. Wir verwenden eine Zeitschaltuhr für unsere Wasserbettheizung. Das hat gleich zwei Vorteile: Nachts ist das Wasserbett stromfrei, keine elektrische Strahlung stört den Schlaf. Tagsüber wird dann billiger Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage genutzt.

Helligkeits-Sensoren oder Dämmerungsschalter

Auch das Tageslicht kann zum schalten elektrischer Geräte genutzt werden. Diese Dämmerungsschalter schalten meist bei Einbruch der Dämmerung Licht an. Ab welcher Helligkeit ein- und ausgeschaltet werden soll, lässt sich normalerweise einstellen. Die Dämmerungsschalter gibt es als externe Geräte, zum schalten vorhandener Lampen, oder anderer elektrische Geräte. Häufiger sind aber Helligkeitssensoren bereits in Lampen eingebaut. Beliebt sind sie auch bei Solarlampen für den Garten. Hier werden Tagsüber Akkus über eine Solarzelle geladen. Bei Einbruch der Dunkelheit schaltet dann das Licht automatisch ein.

Elektrische Thermostate

Elektrische Thermostate gibt es sowohl für Warmwasser-Heizkörper, als auch für elektrische Heizungen. Bei den Heizkörpern haben sie den Vorteil, dass man unterschiedliche Temperaturen für Tag und Nacht, einstellen kann. Aber auch zwischen den einzelnen Tagen, kann unterschieden werden. So lassen sich zum Beispiel am Wochenende andere Uhrzeiten für die Nachtabsenkung einstellen. Das ist nicht nur komfortabel, es spart auch viel Heizenergie ein. Auch für Fußbodenheizungen gibt es solche Thermostate.

Für Radiatoren oder Infrarotheizungen sind Steckerthermostate erhältlich. Wir verwenden solche für unsere Infrarot-Flachheizungen. Die Temperatur lässt sich bei diesen auf 0,5°C genau einstellen. Zusätzlich gibt es noch Tasten für manuelles Ein- und Ausschalten. Das Thermostat sollte sich möglichst an der Stelle sein, wo die Wärme hin strahlen soll. Wenn diese Stelle zu weit weg ist, um eine Anschlussleitung zu verlegen, kann man auch Funkthermostate verwenden. Diese Batteriebetriebenen Thermostate können an einer beliebigen Stelle im Raum aufgestellt werden. Die Infrarotheizung wird an einen Funkempfänger angeschlossen.

 

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