Rauchfrei Grillen

Die ursprüngliche Zubereitung der Speisen fand über dem offenen Feuer statt. Aber auch heute noch frönen vor allem die Männer diesem archaischen Grillvergnügen. Ein Grillparty ist eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung, in geselliger Runde schmeckt Gegrilltes nochmal so gut. Hauptsächlich werden Fleisch und Bratwürste auf dem Grill zubereitet. Beim Grillen mit dem Holzkohlegrill kommt es aber zur Rauchbildung, deshalb ist das Grillen auf Balkon oder Terrasse meist verboten. Es müssen also Alternativen her.

Der Elektro-Grill ist rauchfrei

Elektro-Grill Die erste Alternative zum Holzkohlegrill wäre der Elektrogrill, mit dem man auch in der Wohnung grillen kann, so ist das ganze Jahr über Grillsaison. Zugegeben ein Elektrischer Grill hat nicht das Flair des Feuermachens und dem Grillen auf offener Glut, es ist eben eine Alternative. Die einfachsten Geräte sind elektrische Tischgrills, unter dem Grillrost befindet sich eine Heizschlange, die für die nötige Hitze sorgt. Damit das heruntertropfende Fett nicht im Grill einbrennt und es zur Rauchentwicklung kommt, ist unterhalb der Heizschlange meist ein Wasserbehälter.

Der Nachteil dieser Elektro-Grills ist dass die Hitzeentwicklung zum Grillen entweder zu niedrig ist, oder aber sie verbrauchen sehr viel Strom. Ist die Heizleistung zu niedrig, braucht das Fleisch sehr lange bis es gar ist, wird trocken und es bekommt keine braune Kruste, ein Steak schmeckt dann eher wie ein gekochtes Schnitzel. Die üblichen Elektrogrills haben eine Anschlussleistung zwischen 2000 und 2500 Watt, wer häufig grillt kann damit seine Stromrechnung schon etwas in die Höhe treiben.

Elektro-Grill mit Grillplatte

Etwas besser ist ein Elektrogrill mit geschlossener Grillplatte und Fettabflussrillen. Hier wird nicht ganz so viel Wärme an die Umgebung abgestrahlt, die Hitze staut sich in der Grillplatte. Deshalb kommen diese Geräte bei gleicher Hitzeentwicklung mit etwas weniger Strom aus, typisch sind 1800 Watt.

Es gibt auch die sogenannten Teppanyaki Grillplatten, diese haben keine Rillen, die Japanische Art des Grillens. Für fettes Grillfleisch sind diese aber nicht so gut geeignet, da das Fett nicht abfließen kann. In der japanischen Küche kommt das Schweinenackensteak meines Wissens auch nicht vor.

Die Grillpfanne für kleine Mengen

Grillpfanne Nach dem gleichen Prinzip wie die Elektrogrills mit Grillplatte funktioniert die Grillpfanne. Auch diese haben Stege, zwischen denen das austretende Fett abfließen kann. Beim Grillen wird mit hohen Temperaturen gearbeitet, da brennen schon mal die Röstaromen in der Pfanne ein. Deshalb sind die Grillpfannen meist antihaftbeschichtet, damit sie leichter zu reinigen sind. Wenn man die Grillpfanne auf einem Induktionsherd betreibt, ist der Stromverbrauch relativ niedrig.

Eine Grillpfanne ist natürlich nicht so gut für eine gesellige Grillparty geeignet, aber wenn man sich selbst schnell ein Steak grillen will ist sie eine gute Alternative. Das Steak ist in wenigen Minuten durchgebraten und die Grillpfanne ist nachher schnell wieder gereinigt.

Mit dem Kontaktgrill grillt man schneller

Der Kontaktgrill ist ähnlich aufgebaut wie ein Elektrogrill mit Grillplatte, mit dem Unterschied dass der Kontaktgrill zwei zusammenklappbare Grillflächen hat. Das Grillgut liegt auf der einen Grillfläche und die zweite Grillfläche wird auf das Grillgut geklappt. Die Steaks oder Bratwürste werden so gleichzeitig von oben und unten gegrillt. Deshalb ist das Grillgut auch viel schneller durchgebraten. Ein Kontaktgrill hat eine Anschlussleistung um die 2000 Watt, durch die verkürzte Grillzeit wird aber deutlich weniger Strom verbraucht als beim offenen Grill. Das liegt unter anderem auch daran dass das Gehäuse des Kontaktgrills wärmeisoliert ist und somit weniger Wärme an die Umgebung abgegeben wird.

Gute Kontaktgrills haben Fettauffangschalen, so dass das austretende Fett abfließen kann, das Grillgut ist deshalb fettreduziert. Bei einigen Modellen kann man den Kontaktgrill auch aufgeklappt als Tischgrill verwenden, die Grillfläche verdoppelt sich dadurch. Manche Kontaktgrills verfügen über unterschiedliche Grilleinsätze und können auch als Sandwich-Toaster verwendet werden. Wenn die Grilleinsätze herausnehmbar und für Spülmaschinen geeignet sind, erleichtert das die Reinigung erheblich.

Raclette Grill

Raclette Grill Sehr beliebt ist auch das Raclette, neben den Pfännchen zum Überbacken haben diese auch immer noch eine Grillfläche. Dies kann sowohl eine Grillplatte aus Metall oder ein Naturstein sein, es gibt aber auch Raclette mit einer Kombination beider Grillplatten. Mein Raclette Grill hat eine Anschlussleistung von 1200 Watt und verbraucht im Betrieb circa 1 KW pro Stunde. Der Verbrauch hält sich also in Grenzen, da man ja die Raclette Pfännchen im Einsatz hat und gleichzeitig grillen kann.

Mit Gas grillen ist billiger als mit Strom

* Gasgrill

Eine Alternative zum Elektrogrill ist ein Gasgrill, zum einen haben diese meist eine höhere Heizleistung, zum anderen ist Gas billiger als Strom. Ein Gasgrill mit einer Grillfläche eines elektrischen Tischgrills hat eine Heizleistung von ungefähr 3 kW. Das ist mehr als bei einem typischer Elektrogrill, führt aber zu deutlich besseren Grillergebnis, für eine braune Kruste braucht es eben mehr Hitze. Bei größeren Gasgrills geht die Heizleistung auch schon mal weit über 10 kW, die kann man aber nicht mit einem kleinen Elektrogrill vergleichen, das ist dann eher was für die große Grillparty.

Pro Kilowatt Heizleistung eines Gasgrills rechnet man mit 75 g Propangas in der Stunde, bei 3 kW wären das dann 225 g Gas. Das Füllen der Propangasflaschen kostet circa 2 € pro Kilogramm Gas, die 225 Gramm kommen dann auf 0,45 €. Bei einem Elektrogrill mit 3 kW Leistungsaufnahme würden, bei einem Strompreis von 0,25 €, in der Stunde 0,75 € Stromkosten entstehen. Diese Berechnungen gelten für Volllast, der Elektrogrill würde bei erreichen der Betriebstemperatur abschalten und den Gasgrill wird man auch nicht auf voller Leistung laufen lassen.

Der Wedermann Grill ein rauchfreier Holzkohlegrill

Wedermann Grill Ein Holzkohlegrill der nicht raucht? Gibt's nicht! Gibt es doch, den Wedermann Grill. Gesehen habe ich den Grill erstmals in der Sendung "Einfach Genial" im Juni 2011. Nachdem ich den Grill dann im Jahr 2013 auf einer Messe in Betrieb gesehen hatte, bestellte ich den * Wedermann Grill.

Der Wedermann Grill besteht aus einem Edelstahlgehäuse in der sich eine Edelstahlschüssel befindet. In diese Edelstahlschüssel wird ein engmaschiger Drahtkorb mit nur 150 Gramm Holzkohle aus Buchenholz gestellt. Unter dem Drahtkorb wird ein Ring aus Brennpaste entzündet, ein Gebläse bringt dann die Holzkohle in wenigen Minuten zum Glühen. Durch das engmaschige Drahtgeflecht dringt kein Feuer oder Ruß nach außen. Auf Grund der Doppelwandigen Konstruktion wird das Grillgehäuse auch nicht heiß, somit ist das Grillen mit dem Wedermann Grill völlig ungefährlich. Nach Aussage des Erfinders könnte der Grill sogar in gut belüfteten Räumen betrieben werden.

Meine Erfahrungen mit dem Wedermann Grill

Wenn man den Wedermann Grill vorschriftsmäßig betreibt, mit Holzkohle aus Buchenholz, das Gebläse permanent laufen lässt, ist der Grill fast rauchfrei. Die 150 Gramm Holzkohle reichen für eine knappe Stunde Grillvergnügen und ist damit sehr sparsam. Mit der von mir gekauften hochwertigen Holzkohle kommt ein Grillgang gerade mal auf 15 Cent.

Die Grillfläche ist vergleichsweise klein, also eher für die kleine Grillrunde geeignet. Direkt über dem Kohlekorb wird der Wedermann Grill sehr heiß und man kommt schnell zu einem guten Grillergebnis. Umso weiter man das Grillgut nach außen legt, desto niedriger wird die Grilltemperatur. Man sollte die einzelnen Steaks also in der Mitte scharf angrillen und anschließend zum fertiggaren weiter nach außen legen, so bekommt man auch mehrere Steaks oder Bratwürste gleichzeitig fertig.

 

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