Stromsparende Beleuchtung

Es werde Licht!

Nichts wird beim Stromsparen intensiver diskutiert als das Verbot der Glühlampen und die daraus resultierende Frage welches Leuchtmittel der richtige Ersatz dafür ist. Hier ist die Rede von giftigen Energiesparlampen, zu teuren LED-Lampen, oder doch lieber eine Halogen-Glühlampe? Mit dieser Seite über Stromsparende Beleuchtung möchte ich mit einigen Vorurteilen aufräumen und etwas Licht ins Dunkel bringen.

Einsparpotential unterschiedlicher Leuchtmittel

LeuchtmittelLeistungLebensdauerKaufpreisgesparter Kaufpreisgesparte StromkostenEinsparung gesamt
Glühlampe 60 W 1000 Std. 1 €
Halogen-Glühlampe 42 W 2000 Std. 2 € 0 € 9 € 9 €
Energiesparlampe 11 W 8000 Std. 5 € 3 € 98 € 101 €
LED-Lampe 7 W 30000 Std. 10 € 20 € 397,50 € 417,50 €

Tabelle Einsparpotential bei einer 60 W Glühlampen

In der Tabelle sind verschiedene Leuchtmittel mit gleicher Lichtleistung aufgelistet, es werden die Leistungsaufnahme, die Lebensdauer und der Kaufpreis der einzelnen Lampen gegenübergestellt. Dahinter werden die Einsparungen des Kaufpreises und des Stromverbrauchs auf die gesamte Lebensdauer der einzelnen Leuchtmittel berechnet, als Strompreis wurden 0,25 € pro kWh zu Grunde gelegt. Man sieht also, obwohl die LED-Lampen relativ teuer sind, müssten für die gleiche Betriebszeit 30 Glühlampen gekauft werden und es werden dadurch bereits 20 € eingespart. Die Einsparung an Stromkosten ist mit 397,50 € aber um ein vielfaches höher, die 'billigen' Glühlampen verursachen in 30.000 Betriebsstunden somit um 417,50 € höhere Kosten.

Welche Stromsparlampe ersetzt meine Glühlampe?

Lichtstrom230 lm430 lm730 lm900 lm1250 lm
Glühlampe 25 W 40 W 60 W 75 W 100 W
Energiesparlampe 5 W 8 W 12 W 15 W 20 W
LED Lampe 2,5 W 4 W 6 W 7,5 W 10 W

Tabelle Vergleich Glühlampen zu Stromsparlampen

Die Tabelle zeigt durch welche Energiesparlampe, oder LED-Lampe die unterschiedlichen Glühlampen ersetzt werden müssen, um die gleiche Helligkeit zu erhalten. Der sogenannte Lichtstrom wird in Lumen (lm) gemessen und ist bei vielen LED- und Energiesparlampen angegeben. Es gibt aber auch Stromsparlampen die die angegebenen Werte nicht ganz erreichen. Mit einem Vergleich des Lichtstroms erkennt man die schlechtere Energieausbeute, oder an der Energieeffizienzklasse, wenn sie denn angegeben wurde. Nur wenige LED-Lampen erreichen A++, die durchschnittlichen A+ und die schlechten nur die Energieeffizienzklasse A. Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sind die schlechteren LED-Lampen aber immer noch deutlich sparsamer.

Bei Discountern werden LED-Lampen teilweise damit beworben, dass sie Glühlampen bis zu 60 Watt ersetzen können. Wenn dann aber dabeisteht, dass die Lampe 200 Lumen hat, sieht man in der Tabelle, dass dies nicht einmal der Leuchtkraft einer 25 Watt Lampe entspricht. Also Augen auf beim Kauf!

Glühlampen die veraltete Technik

Bei der Glühlampe wird ein Wolframdraht von Strom durchflossen und damit zum Glühen gebracht, hierbei werden maximal 5% der eingesetzten Energie in Licht, die restlichen 95% in Wärme umgewandelt. Wir sehen also die Glühlampe eignet sich eher zum Heizen als zur Beleuchtung. Zudem hat eine Glühlampe eine Lebenserwartung von gerade einmal 1000 Betriebsstunden und muss deshalb häufig gewechselt werden. Die Glühbirnen hatten früher sicher ihre Berechtigung, aber mittlerweile gibt es viel bessere Alternativen und sollten deshalb schnell ersetzt werden.

Halogen-Glühlampe

Etwas sparsamer als die Glühlampe ist die Halogen-Glühlampe, sie verbraucht bei gleicher Lichtleistung etwa 20% weniger Strom. Die Einsparung hält sich also in Grenzen, aber auch die Lebenserwartung ist mit 2000 bis 5000 Stunden etwas höher als bei der Glühbirne. Das Licht ist wie bei den Halogen-Lampen im Auto kälter und wird deshalb nicht so angenehm empfunden wie das wärmere Licht einer Glühbirne.

Die Energiesparlampe besser als ihr Ruf

Energiesparlampen sind in letzter Zeit etwas in Verruf geraden, da sie Quecksilber enthalten und bei Beschädigung giftige Dämpfe austreten können. Das Selbe trifft aber auch auf die Leuchtröhre zu, hier hört man aber nichts von dieser Kritik. Mittlerweile wurde die Panikmache von der Stiftung Warentest aber revidiert, bei sachgemäßen Umgang geht von den Kompaktleuchtstofflampen keine Gefahr aus.

Die Energiesparlampe verbraucht circa 80% weniger Strom als die Glühlampe und hat eine Lebenserwartung von bis zu 8000 Stunden. Alleine die achtfache Lebensdauer macht den höheren Anschaffungspreis wieder wett, von der Stromeinsparung die je nach Lichtleistung zwischen 100 und 200 Euro über die gesamte Betriebszeit liegt gar nicht zu reden.

Energiesparlampen gibt es in den unterschiedlichsten Bauformen, so dass für jede Lampe ein passendes Leuchtmittel zur Verfügung steht. Die Kompaktleuchtstofflampen haben den Ruf dass sie ein kaltes Licht hätten, das ist aber nur bei den Energiesparlampen in Tageslichtweiß der Fall, es gibt aber auch Warmtonlampen. Lampen die häufig ein und ausgeschaltet werden, benötigen eine Energiesparlampe mit hoher Schaltfestigkeit. Hier gibt es gewaltige Unterschiede, die Schaltzyklen der Kompaktleuchtstofflampen variieren zwischen 3.500 und 600.000 Schaltvorgängen. Man sollte von den billigen Energiesparlampen Abstand nehmen, durch die häufig recht kurze Lebensdauer spart man im Endeffekt nichts und die Lichtqualität lässt auch oft zu wünschen übrig. Die Testergebnisse der Stiftung Warentest sind ein guter Anhaltspunkt die für seine Zwecke passende Energiesparlampe zu finden.

Nachtrag: Mittlerweile sind LED-Lampen teilweise billiger als die Energiesparlampen, auch die Qualität des Lichtes ist meist besser. Es macht also eigentlich keinen Sinn mehr Energiesparlampen zu kaufen.

Wenn die Energiesparlampe zerbricht

Energiesparlampen gehen sehr selten zu Bruch, sollte es aber doch einmal passieren sind einige Verhaltensregeln zu beachten. Wenn der Glaskörper zerbrochen ist kann das darin enthaltene giftige Quecksilber austreten und verdampft in der Raumluft. Deshalb sollte man sofort ein Fenster öffnen und anschließend den Raum für eine Viertelstunde verlassen. Anschließend mit Gummihandschuhen und Küchentüchern die Scherben zusammenkehren und in einen Plastikbeutel geben, kleinere Splitter können mit Hilfe eines Klebebandes eingesammelt werden. Zum Schluss auch die Küchentücher und Gummihandschuhe in den Plastikbeutel geben und verschließen. Den Müllbeutel außerhalb des Hauses in der Restmülltonne entsorgen.

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LED-Lampe, die Beleuchtung mit Zukunft

Der beste Ersatz für die alten Glühbirnen ist die LED-Lampe, sie spart circa 90% Strom ein und hat eine Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden. LED sind Leuchtdioden die in den unterschiedlichsten Lichtfarben erhältlich sind, bei LED-Birnen wird eine Vielzahl von sehr leuchtstarken LEDs mit weißem Licht verbaut. Eine einzelne Leuchtdiode strahlt das Licht in einem Winkel von 120º aus, durch den Einsatz mehrerer Leuchtdioden strahlt die LED-Birne das Licht aber rundherum ab.

Einziger Nachteil der LED-Lampen ist ihr etwas höherer Preis, eine LED-Birne mit der Lichtleistung einer 60 Watt Glühbirne kostet zur Zeit um die 10 Euro. Trotzdem lohnt sich die Anschaffung, wenn die Lampe täglich 5 Stunden in Betrieb ist, hat die LED-Lampe nach knapp 6 Monaten 10 Euro Strom gespart und der Kaufpreis wurde wieder hereingeholt. Ab dann spart man Jahr für Jahr über 20 Euro Strom und das für eine einzige Lampe, in ihrem Haushalt gibt es aber einige Lampen das Einsparpotential ist beachtlich. Ich selbst habe vor ein paar Jahren meinen kompletten Haushalt auf LED-Beleuchtung umgestellt, damals kostete eine LED-Birne noch 40 bis 50 Euro, aber auch die haben sich längst bezahlt gemacht.

LED-Lampen als Ersatz der alten Glühbirnen

Die einfachste Möglichkeit auf LED-Beleuchtung zu wechseln ist der Austausch der alten Glühbirnen oder Energiesparlampen durch LED-Lampen, diese gibt es sowohl mit E27 als auch E14-Gewinde. Außerdem sind LED-Strahler als Ersatz der Halogenstrahlern mit den unterschiedlichsten Fassungen erhältlich. Die LED-Lampen gibt es in allen möglichen Formen, Größen und Leuchtstärken, so dass für jede Leuchte das passende Leuchtmittel vorhanden ist.

Leuchten mit eingebauten Leuchtdioden

Mittlerweile werden Leuchten angeboten in denen die Leuchtdioden bereits fest eingebaut sind. Dies hat den Vorteil, dass die LED's so angeordnet werden können dass sie die ideale Abstrahlposition haben. Ein Nachteil ist natürlich dass defekte Leuchtdioden nicht ohne weiteres gewechselt werden können. Da die LED's aber bis zu 50.000 Stunden halten, ist ein Defekt sehr unwahrscheinlich.

Ausführlicher Bericht zu den LED Leuchten

LED-Röhre als Ersatz der Leuchtstoffröhre

Auch für die gute alte Leuchtstoffröhre gibt es Ersatz in Form von LED-Röhren, diese bieten gleich mehrere Vorteile. Zum einen ist der Stromverbrauch nur etwa halb so hoch, zum anderen ist sie schaltfest, so dass sie auch über Bewegungsmelder angeschaltet werden kann, eine Leuchtstoffröhre macht das nicht lange mit. Diese Möglichkeit ist ideal für Tiefgaragen in denen die Leuchtstofflampen oft 24 Stunden am Tag in Betrieb sind, durch die Bewegungsmelder leuchten sie nur noch wenn sie wirklich gebraucht werden, man spart also massiv Strom ein. Außerdem leuchtet die LED-Röhre sofort nach dem Einschalten, es gibt kein Flackern mehr und das Verschleißteil Starter wird auch nicht mehr benötigt. Durch die hohe Lebensdauer der LEDs müssen die Röhren bei Dauerbetrieb erst nach 5 bis 6 Jahren gewechselt werden, Leuchtstoffröhren hingegen bereits nach knapp einem Jahr, das spart nicht nur Materialkosten sondern auch Arbeitszeit. Zudem enthalten die LED-Röhren kein giftiges Quecksilber wie die Leuchtstofflampen.

LED-Bänder

Sehr beliebt sind auch LED-Bänder, die es sowohl mit weißem Licht, farbigen Licht oder auch Farbwechslern gibt. Diese LED-Strips können als Hintergrundbeleuchtung oder auch zum ausleuchten von Vitrinen, Schränken oder Regalen verwendet werden. Neben dem Stromspareffekt besteht hier auch keine Brandgefahr wie bei einer Glühbirne die sehr heiß werden kann.

Ausführlicher Bericht zu den LED Strips unter LED und Laser Stimmungsbeleuchtung

 

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